Eine
häufige Beanstandung im Rahmen von Garantieansprüchen ist die Meldung von
Pixelfehlern bei Fernsehern und Monitoren. Pixelfehler äußern sich durch
kleine, permanent leuchtende Punkte/Felder auf dem Bildschirm und sind häufig
bereits produktionsbedingt, d.h. beim Neukauf vorhanden. Nicht in jedem Falle
leitet sich hier jedoch ein Garantieanspruch ab. Es muss eine Überschreitung der
im folgenden beschriebenen Norm ISO 13406-2 vorliegen, die in Übereinkunft mit
den Herstellern eine
gewisse Tolleranzschwelle definiert.
Was
bedeutet das in der Praxis für den Kunden? Basierend auf der im folgenden
beschriebenen Norm ISO 13406-2 kann der Kunde die am Ende des Artikels
aufgeführte Tabelle als Grundlage für die Bewertung der Pixelfehlertoleranz
benutzen. Überschreitung einer der aufgeführten Grenzkriterien führt zum
Inkrafttreten des Garantieanspruchs.
Die
endgültige Klassifizierung der Pixelfehler wird im Service durchgeführt. Im
Falle einer unberechtigten Reklamation trägt allerdings der Kunde die
Reparaturkosten.
Was definiert
die Norm ISO 13406-2? Die Norm ISO 13406-2 ist ein Bestandteil der TÜV Ergonomie-Prüfung
und definiert die LCD-spezifischen Ergonomiestandards. Einer der Qualitätskriterien
der neuen ISO-Norm ist die Pixelfehlertoleranz. Bei Pixelfehlern handelt es
sich um eine technologisch und produktionstechnisch bedingte Eigenschaft von
LCD-Monitoren. Bei einer großen Anzahl von Zellen, die die aktuellen LCD Monitore
haben, besteht die Möglichkeit, dass einzelne Zellen einen Fehler aufweisen
können und permanent ein- oder ausgeschaltet sind. Das Resultat sind ständig
leuchtende oder schwarze Pixel. Die Norm ISO 13406-2 sorgt hier für Transparenz
und gibt dem Kunden und dem Hersteller eine klar definierte und somit vergleichbare
Garantieanspruchsdefinition, in der die Pixelfehlerklassen vorgegeben sind.
Die Anzahl und Positionierung der Pixelfehler definieren die Grundlage eines
Pixelfehler Garantieanspruchs. Einen Überblick über die Pixelfehlerklassen
und –typen bietet der folgende Auszug aus der Norm ISO 13406-2. Die Tabelle
definiert die maximal zulässige Anzahl und Art den Pixelfehler pro 1 Million
Pixel.
Zusätzlich zu
den einzelnen Fehlertypen ist in der Norm ISO 13406-2 die Anzahl und Art der
Fehler im Pixelcluster definiert. Ein Pixelcluster ist ein Bereich von 5 mal
5 Pixel in dem die Fehler in konzentrierter Form auftreten können. Folgende
Tabelle definiert die maximal zulässige Anzahl und Art der Clusterfehler pro
1 Million Pixel.
Welche Bedingungen
müssen bei der Messung der Pixelfehler erfüllt werden? Folgende Bedingungen müssen laut ISO 13406-2 für die korrekte Messung der
Pixelfehler erfüllt werden:Vorwärmphase des zu testenden Monitors > 1 Stunde,
Umgebungstemperatur 25°C +/- 5°C, Relative Luftfeuchtigkeit
40-70% Test muss in einem dunklen Raum durchgeführt werdenWelche
Pixelfehlerklasse garantiert MAXDATA für die Belinea LCD
Monitore?Mit LCD Modellen der Marke Belinea bietet MAXDATA Monitore,
die vollständig die Norm ISO 13406-2 erfüllen. MAXDATA
gehört zu den ersten Herstellern, die die Norm ISO 13406-2 in
kürzester Zeit für das gesamte LCD-Portfolio umgesetzt haben.
Alle Belinea LCD Monitore erfüllen Pixelfehlerklasse II. Das ist ein Grundbestandteil der konsequenten Qualitätssicherheitspolitik
der Marke Belinea und ein wichtiges Kaufentscheidungsargument für die Kunden.Wie
sind die einzelnen Pixelfehlertypen definiert? Hier die Definitionen der einzelnen Pixelfehlertypen im Detail:Ein Pixel ist
ein Verbund von 3 zugeordneten Sub-Pixeln (Rot, Grün, Blau) und kann nur als
Einheit gesehen werden. Jeder Sub-Pixel entspricht einem Transistor (Leuchtelement).Pixelfehler
Typ 1: ständig leuchtender Pixel.
Pixelfehler Typ 2: ständig ausgeschalteter Pixel (schwarze Pixel).
Pixelfehler Typ 3: defekter Sub-Pixel, der entweder ständig leuchtet (rot,
grün, blau) oder ständig ausgeschaltet (schwarz) ist).Beispiele:
Cluster ist ein
Bereich von 5 mal 5 Pixel.
Cluster Pixelfehler Typ 1 und Typ 2: ständig leuchtende oder ausgeschaltete
Pixel innerhalb des Clusters .
Cluster Pixelfehler Typ 3: defekte Sub-Pixel, die ständig leuchten oder ausgeschaltet
sind, innerhalb des Clusters.Beispiele:
Wie kann man
die Pixelfehlertoleranzen für die einzelnen Modelle errechnen?Die Anzahl der
Fehler kann man mithilfe der unterstehenden Funktion errechnen: (Anzahl
der Fehler = Anzahl der Fehler in der Norm x Anzahl der Pixel / 1 000 000)
mit der Aufrundung nach oben (da es keine halbe Fehler gibt). Die folgende
Tabelle definiert die maximale zulässige Anzahl der Fehler für die jeweiligen
Auflösungstypen geltend für die Pixelfehlerklasse II. Dabei ist zu beachten,
dass die Auflösung als natürliche physikalische Anzahl der Pixel und nicht
als die von den Benutzer eingestellte Auflösung definiert
ist.
Was bedeutet
das in der Praxis für den Kunden? Basierend auf der Norm ISO 13406-2 kann
der Kunde die oben dargestellte Tabelle als Grundlage für die Bewertung der
Pixelfehlertoleranz benutzen. Überschreitung einer der aufgeführten Grenzkriterien
führt zum Inkrafttreten des Garantieanspruchs.Die endgültige Klassifizierung
der Pixelfehler wird im Service durchgeführt. Im Falle einer unberechtigten
Reklamation trägt der Kunde die Reparaturkosten.